DIE GESCHICHTE DES RADLERS!

Frisch und süffig – das Radler ist ein beliebtes Biermischgetränk, das aus Bier und Limonade gemixt wird. In Nordwestdeutschland „Alster“ oder „Alsterwasser“ genannt, im Saarland „Panasch“ oder in Württemberg sowie Bayern auch als „Russ“ bezeichnet, ist das Radler seit Langem in aller Munde.

Bei der Mischung des Getränkes gibt es zwei verschiedene Varianten. Wird zuerst die Limonade zur Hälfte ins Glas gegossen und dann mit dem Bier aufgefüllt, entsteht weniger Schaum und der Füllvorgang geht schneller. Durch die geringere Dichte des Bieres gelingt die Vermischung jedoch schwerer, es verbleibt ohne Rühren oberhalb der „schwereren“ Limonade. Schenkt man das Bier jedoch zuerst in ein Glas, so vermischen sich die beiden Getränke durch das Herabsinken der Limonade von selbst.

Die Herkunft des Radlers liegt irgendwo Anfang des 20. Jahrhunderts. So soll laut einer weitverbreiteten Geschichte dem Almwirt Franz Xaver Kugler das Bier unter einem besonders großen Andrang von Radfahrern knapp geworden sein. Um seinen durstigen Gästen weiterhin den Bierdurst stillen zu können, streckte er es kurzerhand mit Limonade. Bereits im Jahr 1912 wurden erstmals schriftlich „Radlermaße“ erwähnt. Der Begriff des Radlers war geboren.